DER MEDIENPREIS HIVAIDS

Was bedeutet die Infektionskrankheit HIV/AIDS heute für betroffene Menschen? Und ist HIV/AIDS überhaupt noch ein Thema? Die Deutsche AIDS-Stiftung sagt: Ja. HIV ist und muss noch ein Thema sein. Es bleibt aktuell und erfährt gleichzeitig eine große Wandlung. Themen der Zukunft sind zum Beispiel HIV im Alter/Pflege, sich wandelnde Begleiterkrankungen, zu späte Testung und deren Folgen. Auch die internationalen Herausforderungen bleiben. Sie sollten weiter thematisiert werden.

Sachliche und kompetente Medienarbeit, die an den Menschen orientiert ist, zeichnet die Stiftung schon seit 32 Jahren aus: Der Medienpreis HIV/AIDS gehört zur Stiftung seit ihrer Geburtsstunde im Jahr 1987.

Ein großes Anliegen der Stiftung ist es, junge Menschen zum Nachdenken über „HIV heute“ anzuregen. Deshalb belohnt sie besonders engagierte und inhaltlich herausragende Arbeit zum Thema mit einem eigenen Preis, dem JUGEND Medienpreis HIV/AIDS.

Der Medienpreis und der JUGEND Medienpreis werden im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgeschrieben und umfassen jeweils zwei Kalenderjahre. Eine unabhängige Jury aus Medizinern, Journalisten und AIDS-Experten entscheidet über die Preisvergabe. Der Medienpreis HIV/AIDS ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert, für den JUNIOR Medienpreis gibt es ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Unsere Förderer – GILEAD Sciences GmbH und der Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa) – unterstützen die Öffentlichkeitsarbeit und stellen das Preisgeld.

Der aktuelle Medienpreis umfasst die Kalenderjahre 2019/2020. Wir freuen uns schon jetzt auf Bewerbungen und auf Vorschläge für die Nominierung von Beiträgen!

Ihr
Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung

News

Neues Jurymitglied: PD Dr. Christoph Boesecke

Er ist Experte für Infektiologie und Immunologie am Universitätsklinikum Bonn – unser neues Jurymitglied für den Medienpreis.

Herzlich willkommen, Christoph Boesecke!

Wir freuen uns sehr, dass Herr Dr. Boesecke in unserer Jury mitwirkt. Als HIV-Forscher ergänzt er die Jury perfekt.

Medienpreis 2019/2020 – Schon jetzt bewerben!

Haben Sie schon etwas zum Thema HIV/Aids in diesem Jahr veröffentlicht? Dann können Sie sich gerne schon jetzt damit für den Medienpreis HIV/Aids der Deutschen AIDS-Stiftung bewerben! Alles zur Ausschreibung des Preises und zum JUGEND-Medienpreis der Stiftung finden Sie hier. Schauen Sie mal, wer den Medienpreis 2017/2018 bekommen hat. Wir haben den Preis im Juni in Hamburg verliehen.

Medienpreis HIV/Aids 2019/2020
Ein Preis der Deutschen AIDS-Stiftung

AUSSCHREIBUNG

Für ihren Medienpreis nimmt die Deutsche AIDS-Stiftung Veröffentlichungen zu den Themen HIV und Aids an. Die Beiträge müssen in den Jahren 2019 und 2020 erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht worden sein. Zugelassen sind Veröffentlichungen aus den Bereichen Print, Hörfunk, TV, Internet und künstlerische Beiträge.

Eine unabhängige Jury aus Medienexperten bestimmt die Preisträgerinnen und Preisträger.

Der Medienpreis HIV/Aids, der in einem Zwei-Jahres-Rhythmus ausgeschrieben wird, ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Förderer:

Logo GILEAD Logo vfa

Einsendeschluss: 31. Januar 2021

Zusendung:

  • formlos und in 3-facher Ausfertigung
  • Postalisch bei Textbeiträgen und längeren Dokumentationen
    Elektronisch bei bilddominierten Kurz-Beiträge und Hörfunk-Beiträgen
    (medienpreis@aids-stiftung.de)
An:
Deutsche AIDS-Stiftung
Medienpreis HIV/Aids
Münsterstraße 18
53111 Bonn

JUGEND Medienpreis HIV/Aids 2019/2020
Ein Preis der Deutschen AIDS-Stiftung.

Der Jugend Medienpreis HIV/Aids ist ein Preis für engagierte Schülerinnen, Schüler und Jugendliche. Er wird im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgeschrieben.

Wer kann mitmachen?
Ihr könnt euch bewerben, wenn ihr euch als Schüler und Jugendliche einfallsreich mit HIV/Aids beschäftigt habt – zum Beispiel in eurer Freizeit, im Schulunterricht, in der Theater-AG, im Chor, als Schüler-Redaktion oder als Jugendgruppe. Maßgeblich ist das Datum der Veröffentlichung oder Präsentation.

Was könnt ihr machen?
Erlaubt ist alles, was andere motiviert, über Menschen mit HIV/Aids nachzudenken.
Die Jury muss erkennen können, dass ihr euch Gedanken gemacht habt, wie Menschen mit HIV/Aids leben und wie ein gutes Leben in unserer Gesellschaft für sie aussehen könnte/müsste. Diese Gedanken solltet ihr möglichst kreativ oder ungewöhnlich umgesetzt haben.

Was könnt ihr gewinnen?
Für den Gewinner-Beitrag gibt es ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Förderer:

Logo GILEAD Logo vfa

Wer sitzt in der Jury?
In der Jury sitzen Medien-Experten, Aids-Fachleute und Mediziner.

Was müsst ihr beachten?

  • Euren Beitrag müsst ihr im Jahr 2019 oder 2020 gemacht und anderen gezeigt haben.
  • Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2021.
  • Wir brauchen 2 Exemplare des Beitrages für die Jury.
  • Aus der Bewerbung muss die Jury erkennen, was genau euer Thema war, wer wann was gemacht hat und wie andere davon erfahren haben. Wichtig ist eine Projektbeschreibung (max. 4 Seiten).
  • Gebt bitte unbedingt eure Schule, Klasse oder Kurs, Jugendgruppe etc. und euer Alter bei der Veröffentlichung/Präsentation an.
  • Wichtig ist, dass ihr uns einen Ansprechpartner nennt mit Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer.
  • Den Eingang der Bewerbung bestätigen wir per E-Mail.
  • Wir informieren alle Bewerber nach der Jury-Entscheidung.
Unterlagen an:
Deutsche AIDS-Stiftung
JUGEND Medienpreis HIV/Aids
Münsterstraße 18
53111 Bonn

Für Fragen:
medienpreis@aids-stiftung.de
Tel: 0228 / 60 46 9-0

Die Jury

PD Dr. Christoph Boesecke
Experte für Infektiologie
und Immunologie,
Universitätsklinikum Bonn
PD Dr. Christoph Boesecke
studierte Humanmedizin an der Charité in Berlin und am Hospital Universitario de Tenerife, Spanien. Für seine experimentelle Forschung über immunologische und virologische Aspekte der akuten HIV Infektion wurde er von der Universität Hamburg im Fach Humanmedizin promoviert. Seine klinische Weiterbildung in Berlin und Bonn, die auch einen zweijährigen klinischen Forschungsaufenthalt am National Centre in HIV Epidemiology and Clinical Research (jetzt: The Kirby Institute) in Sydney, Australien beinhaltete, schloss er mit dem Facharzt für Allgemeinmedizin und dem Facharzt für Innere Medizin ab. Zusätzlich verfügt er über die Fachkunden Infektiologie, Suchtmedizin und Intensivmedizin. Habilitation im Fach Innere Medizin im Juli 2018. Zurzeit ist er als Arzt in der Ambulanz für Infektiologie und Immunologie der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Bonn tätig. Seine Forschungsschwerpunkte beinhalten Komorbiditäten und Koinfektionen bei HIV mit einem Schwerpunkt auf der akuten Hepatitis C.
Prof. Dr. Norbert Brockmeyer
Präsident der Deutschen
STI-Gesellschaft e.V., Bochum
 
Prof. Dr. Norbert Brockmeyer
ist Direktor für Forschung und Lehre an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum und Abteilungsleiter der Interdisziplinären Immunologischen Ambulanz, Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin, WIR – Walk In Ruhr.

Er ist Experte für HIV, Hepatitis und andere STI. Er ist Vorsitzender und Sprecher des Kompetenznetzes HIV/AIDS und seit 2010 Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft – Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit (DSTIG).

Von 1997 bis 2007 war Professor Brockmeyer Präsident der Deutschen AIDS-Gesellschaft (DAIG), seit 2002 Expert Consultant für HIV und AIDS der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Neben der klinischen Arbeit ist er in zahlreichen gesundheitspolitischen Gremien wie dem Gremium zur Umsetzung der Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen STI des BMG vertreten. Seit 2007 ist er Vorsitzender der Expertengruppe Off-Label Use Infektiologie mit Schwerpunkt HIV/AIDS, seit 2014 Innere Medizin des BMG. International besteht eine Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik in Mekelle, Äthiopien, und der Zhejiang Universität, Hangzhou, China. Desweiteren engagiert er sich im Rat für Gesundheit und Medizinethik des Bistums Essen und hat für seine vielfältigen ehrenamtlichen Arbeiten 2015 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse erhalten und 2009 den Ehrenring der Stadt Bochum. 2013 erhielt Brockmeyer für seine wissenschaftliche Arbeit die Schaudinn-Hoffmann-Plakette.

Seit 2001 arbeitet Professor Brockmeyer in der Jury für den Medienpreis HIV/AIDS mit.
Heike Gronski
Deutsche AIDS-Hilfe e.V.,
Berlin
 
Heike Gronski
ist seit 2011 Leiterin des Fachbreichs "Leben mit HIV" bei der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) in Berlin. Zuvor war sie seit 1998 Mitarbeiterin der AIDS-Hilfe Bonn und dort zuständig u.a. für die Bereiche Frauen und AIDS und Beratung, Betreuung und Begleitung für Menschen mit HIV/AIDS.

Heike Gronski ist seit 2009 Mitglied der Jury.
Lukas Hellbrügge
Filmemacher und Autor,
Bayerischer Rundfunk
 
Lukas Hellbrügge
ist als Filmemacher und Autor für verschiedene junge Programme des Bayerischen Rundfunks tätig, darunter das Campus Magazin und PULS. Als Trainer gibt er sein Wissen regelmäßig an BR-Mitarbeiter sowie im Rahmen der BR-Medienkompetenzprojekte auch an Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler weiter. Seit 2017 hat er einen Lehrauftrag an der Hochschule Fresenius München im Fachbereich Medien- und Kommunikationsmanagement. Für den Film „Positiv zusammen leben“ (BR/PULS) erhielt er den Medienpreis 2015/2016 der Deutschen AIDS-Stiftung.

Seit diesem Jahr ist Lukas Hellbrügge Mitglied der Jury.
Heinz-Joachim Herrmann
Landesfilmdienst NRW e.V., Bonn
 
 
Heinz-Joachim Herrmann
war Bundesgeschäftsführer der Konferenz der Landesfilmdienste Bonn (jetzt: Leipzig). Die Konferenz der Landesfilmdienste stellt kostenlos Dokumentations- und Informationsfilme und weiterführende Materialien zu den Filmen für schulische und außerschulische Einrichtungen bereit. Zuletzt war Heinz-Joachim Herrmann Vorsitzender des Landesfilmdienstes NRW e.V. Er ist in verschiedenen Jurys tätig.

Seit 2000 ist Herr Herrmann Mitglied der Jury für den Medienpreis HIV/AIDS.
Dr. Irene Meichsner
Freie Wissenschaftsjournalistin,
Stechlin
 
Dr. Irene Meichsner
ist freie Wissenschaftsjournalistin und Autorin. Sie schreibt unter anderem für Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, GEO Wissen, Tagesspiegel und Deutschlandfunk, als Co-Autorin arbeitete sie für ARD, ZDF und WDR. Von 1990 bis 2008 betreute sie die Wissenschaftsseite des Kölner Stadt-Anzeiger. 2005 erhielt sie den Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus im Bereich Print, 2007 den Expopharm Medienpreis.

Frau Dr. Meichsner ist seit 2011 Jurymitglied.
Johannes Nichelmann
freier Autor und Journalist,
u.a. Deutschlandradio
 
Johannes Nichelmann
studierte Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Seit 2008 ist er freier Autor und Journalist, zunächst für die RBB-Jugendwelle „Fritz“, seit 2010 vor allem für Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und die ARD-Kulturwellen, sowie ZDF und arte. Seit 2014 moderiert er auch im Deutschlandfunk Kultur. Johannes Nichelmann bekam den Medienpreis HIV/AIDS 2015/2016 für seinen Radio-Beitrag „Drogenpolitik – Portugals liberaler Weg“.

Er ist seit diesem Jahr Mitglied der Jury.
Prof. Dr. Bernd Schmidt
Journalist und em.
Universitätsprofessor für
Journalistik, Hannover
Prof. Dr. Bernd Schmidt
ist Journalist und emeritierter Universitätsprofessor für Journalistik.
Er arbeitete als Reporter, Redakteur und Moderator in Hörfunk und Fernsehen - für politische wie unterhaltsame Sendungen. Zudem war er in sendeverantwortlichen und planerischen Positionen tätig. Als Hochschullehrer war er entscheidend am Aufbau richtungsweisender medien- und kommunikationsbezogener Studiengänge beteiligt - dies an vier Hochschulstationen. Parallel zur Tätigkeit als Hochschullehrer entstanden ca. 300 journalistische Publikationen (darunter Features, Literaturrezensionen und Filmkritiken) - und zuletzt das Buch "Wegmarken des Fernsehdokumentarismus" (gemeinsam mit Christian Hißnauer).

Bernd Schmidt ist - u.a. - Mitglied der „Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft“ (DGPuK), Gründungsmitglied der „Gesellschaft für Filmstudien“ (GFS), Sachverständiger für das Land Niedersachsen in den Bewertungs- und Hauptausschüssen der „Deutschen Film- und Medienbewertung“ (FBW) und Mitglied der Jury für den „Niedersächsischen Medienpreis“. Er wirkt in den Auswahlausschüssen der „Studienstiftung des deutschen Volkes“ mit und ist stv. Vorsitzender im Kuratorium der „Sir-Hugh-Carleton-Greene-Stiftung“, die junge Journalistinnen und Journalisten fördert.

Seit 1997 ist Bernd Schmidt Mitglied der Jury für den „Medienpreis HIV/AIDS“.
Peter-Philipp Schmitt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
 
 
Peter-Philipp Schmitt
hat Politik und Germanistik studiert. Seit Herbst 1996 ist er Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, seit 2001 als Mitglied der Politikredaktion. Er schreibt im Ressort „Deutschland und die Welt“ seit vielen Jahren auch über das Thema Gesundheit. Krankheiten wie AIDS, Tuberkulose und Malaria haben ihn über die Jahre in viele Länder vor allem Afrikas und Asiens geführt. 2008 bekam er den Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung für seine langjährige, herausragende Berichterstattung zum Thema AIDS zugesprochen.

Seit 2009 gehört er zur Jury des Preises im Bereich Print.
Wolfgang Vorhagen
Akademie Waldschlösschen,
Reinhausen bei Göttingen
 
Wolfgang Vorhagen
arbeitet seit 1985 als Diplompädagoge in der Akademie Waldschlösschen bei Göttingen, einem Bildungs- und Tagungshaus mit Angeboten u.a. für Schwule und Lesben, Trans*-, bi- und intersexuelle Menschen, für HIV-positive und an AIDS erkrankte Menschen. Er ist in der Akademie Waldschlösschen zuständig für die Bereiche: Leben mit HIV und AIDS / Lebensgestaltung, Gesundheit / Wissenschaft, Kunst / Gesellschaftliches Engagement und Selbsthilfe. Unter anderem leitet er den Fachbereich „Veranstaltungen für Menschen mit HIV/AIDS“. Dazu gehören zum Beispiel die seit 1986 stattfindenden bundesweiten Positiventreffen, sowie eine große Anzahl anderer Seminarangebote im HIV-Bereich. Wolfgang Vorhagen ist Mitbegründer der Organisationsgruppe „Positiv e.V.“ und war Vorstandsmitglied im Landesverband der Niedersächsischen AIDS-Hilfe. Seit 2015 ist er im Vorstand von BISS e.V. - Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren.

Wolfgang Vorhagen ist seit 1997 Jurymitglied für den Medienpreis HIV/AIDS.

MEDIENPREIS HIVAIDS 2017/2018

Birgit Wittstock

Birgit Wittstock
für ihre Langzeitrecherche „Philipp, 35, positiv“ und „Philipp, A. und ich“, FALTER (Wien), Ausgaben 17/18 und 22/18

(Foto: Hendrik Lüders, Hamburg)

Laudatio von Jessica Stockmann,

„Philipp hat mich einen Blick in sein Leben mit HIV werfen lassen.
Seither ist das Virus auch mir näher gerückt.“

In diesen Sätzen steckt der Kern der Langzeitrecherche „Leben mit HIV“.

Birgit Wittstock erzählt in der Ich-Form zwei Geschichten in einer. Sie nimmt uns mit in das Leben eines heterosexuellen Mannes, der das Pseudonym Philipp Spiegel benutzt – HIV-positiv, Künstler und Fotograf. Und sie nimmt uns mit zu sich selbst.

Als sich die Autorin das erste Mal mit ihm trifft, weil sie einen Protagonisten für eine Story anlässlich „25 Jahre Life Ball“ sucht, hat sie schon über Philipp gelesen. Über seine Infektion, sein Leben, seine Sexualität. Birgit Wittstock trifft sich über Monate hinweg regelmäßig mit ihm und hört ihm zu. Sie begleitet ihn in seinem Alltag und stellt ihm Fragen.

Die größte Frage stellt sie sich aber schnell selbst:
„Wie lebe ich und all die anderen, die nicht das Virus tragen, mit HIV?“

All die anderen – das sind unweigerlich auch die Leserinnen und Leser.

Sie können sich sehr gut in die Autorin hineinversetzen. Und so beim Lesen die eigene Denkweise zu HIV kritisch hinterfragen. Das ist lehrreich und entlarvend zugleich.

Zum Beispiel, wenn Birgit Wittstock beschreibt, wie sie ihre erste E-Mail an Philipp Spiegel unzählige Male umtextet – unsicher, wie sie in ansprechen soll. Dass sie fürchtet, sich nicht „richtig“ zu verhalten, ihren Gesprächspartner zu verletzen. An einer Stelle schreibt sie: „Ich hatte Angst davor, dass Philipp gewisse Reaktionen als Berührungsängste interpretieren könnte. Angst vor sozialem Aids, der schlimmsten Begleiterscheinung von HIV“.

Die Autorin lässt uns teilhaben an ihren eigenen Gefühlen, aber sie lässt uns auch den Protagonisten kennenlernen. Mit seiner Krankheit, seinen Hoffnungen und Ängsten. Und wir erfahren, was Philipp am meisten geholfen hat. Der Satz einer positiven Freundin: „Ich bin nicht krank – ich trage einen Virus in mir“. Am Tag, als Birgit Wittstocks erster Artikel erscheint, wird A., ein guter Freund der Autorin, positiv getestet. Sie schreibt: ich bin dankbar für die vergangenen Monate, in denen mich Philipp auf den Umgang mit HIV vorbereitet hat.

Beide Texte von Birgitt Wittstock „Philipp, 35, positiv“ und „Philipp, A. und ich“ erschienen 2018 in er Wiener Wochenzeitung „Falter“. Obwohl es um viel Persönliches geht, vermeidet Birgit Wittstock ausschließlich um Befindlichkeiten zu kreisen.

Beim Lesen erfahren wir – mit der Autorin zusammen – sehr viele Sachinformationen. Zum Beispiel über den HIV-Test, wie die Medikamente wirken, dass positive, therapietreue Menschen mit einer Viruslast unter der Nachweisgrenze nicht mehr ansteckend sind, dass es PEP und PrEP gibt.

Die Jury war von den Texten außerordentlich überzeugt.

Florian Winkler-Ohm

Florian Winkler-Ohm
für seinen Blog flosithiv.com

(Foto: Hendrik Lüders, Hamburg)

Laudatio von Jessica Stockmann,

Einige von ihnen, liebe Gäste, dürften unseren nächsten Preisträger kennen.
Er ist das „Gesicht einer Kampagne“ [„Ich weiß was ich tu“]. Aber nicht nur.
Man begegnet ihm auch bei Konferenzen – wie dieser –, bei Positiven-Treffen und dort, wo Menschen zusammenkommen, die sich über HIV austauschen.

Florian Winkler-Ohm, Journalist und HIV/Drogen-Aktivist, ist viel unterwegs.
Auch, um – so schreibt er in seiner Bewerbung – „die Community und am Thema interessierte Menschen an den Infos von großen Konferenzen teilhaben zu lassen. Locker und in verständlicher Sprache“.

Dazu betreibt Florian Winkler-Ohm den Blog flosithiv.com.
Die Jury zeichnet diesen Blog heute mit dem Medienpreis HIV/Aids aus.

In der Begründung der Jury heißt es:
Florian Winkler-Ohm berichtet in seinem Blog flositihiv.com seit Jahren über alle relevanten aktuellen Themen und über Veranstaltungen der HIV-Szene. Er reist zu den wichtigsten Kongressen wie der Welt-Aids-Konferenz, dem DÖAK, den Positiven Begegnungen, um darüber zu berichten. Florian Winker-Ohm führt Interviews vor der Kamera mit Fachleuten genauso wie mit Aktivistinnen – immer auf neugierige Art. Er nimmt Podcasts auf und er schreibt, vielfältig in der Aufbereitung und den Themen. Dabei sind seine Beiträge lebendig und sie sind kurzweilig.

Florian Winkler-Ohm zeigt aktuelle Fakten. Und, was Menschen mit HIV und die von HIV am stärksten betroffenen Gruppen gerade bewegt. Damit wurde er zum Sprachrohr für viele Menschen mit HIV und für ihre Themen, wie Schutz durch Therapie, PreP, Chem-Sex oder Diskriminierung im Gesundheitswesen.

Sein Blog ist aktuell, kritisch und engagiert. Ohne zu verharmlosen, einseitig zu sein oder zu dramatisieren.
Mit seinem Blog leistet Florian Winkler-Ohm deshalb einen wichtigen Beitrag zur Ent-Stigmatisierung von HIV und zum Abbau von Diskriminierung.

martin reichert

Martin Reichert
für sein Buch „DIE KAPSEL. Aids in der Bundesrepublik“, Suhrkamp Verlag Berlin, 2018

(Foto: David Ertl)

Laudatio von Jessica Stockmann,

Die Kapsel gehört für viele tausend Menschen in Deutschland zum Alltag. Sie ist überlebenswichtig, ist Hoffnung, kann Schutz sein.

In einem Buch, das die Stiftung heute Abend mit dem Medienpreis auszeichnet, geht es aber um die Menschen (wie Michael Westphal), die vor den Präventionsbemühungen und vor der Entwicklung effektiver Kapseln mit HIV und Aids leben mussten.

„Die Kapsel. Aids in der Bundesrepublik“ von Martin Reichert widmet sich der Aufarbeitung der HIV/Aids-Geschichte. Vorwiegend aus der Perspektive schwuler Männer.

„Warum haben die Älteren nie etwas erzählt über die Zeit der Aids-Krise?“ fragt Martin Reichert in seinem Nachwort. Seine Antwort: „Weil niemand gefragt hat, auch ich nicht.“
Martin Reichert hat das Fragen – für sich, aber auch für uns – nachgeholt. Herzlichen Dank!

Was die Menschen ihm in vielen Interviews über die verschiedenen Epochen, über Meilensteine und Perspektiven der HIV/Aids-Bewegung erzählt haben, ist absolut lesenswert!

In Martin Reicherts Buch entsteht ein differenziertes Bild über die Besonderheit dieser Zeit. Zum Beispiel über die Modelhaftigkeit der HIV Prävention, der Pflege Schwerstkranker, der Hospizbewegung. Die Interviewpartner berichten insbesondere aus den dramatischen Jahren der Aidskrise: authentisch, subjektiv und zum Teil sehr bewegend.

Martin Reichert bleibt aber nicht in der Vergangenheit. Vielmehr beschreibt er auch das Leben mit HIV heute. Den Wunsch der Jüngeren nach einer Sexualität, die nicht automatisch nach Gesundheit fragt, die wieder unbeschwerter sein kann.
Er spricht über Schutz durch Therapie und die damit gewonnenen Freiheiten.

Das Buch kann helfen, die Lücke zwischen der Lebensrealität der älteren und jüngeren Positiven zu schließen. Es kann als ersten Schritt der Aufarbeitung gesehen werden und kann vielleicht mehr Menschen motivieren, sich mit der verlustreichen, bewegenden aber auch einmaligen Geschichte dieser gesellschaftlichen Bewegung auseinanderzusetzen und sie aufzuschreiben. Oder wie Martin Reichert Fragen zu stellen, an die, die bisher nur nicht gefragt wurden.

Martin Reichert hat die Jury besonders überzeugt: durch seine journalistische Leistung, seine Recherche und die Themenbreite des Buches. Das Buch ist schon jetzt so etwas wie ein „Handbuch“ zu „Aids in der Bundesrepublik“.

Herzlichen Glückwunsch zu „Die Kapsel. Aids in der Bunderepublik“, erschienen 2018 im Suhrkamp-Verlag.

Martin Reichert, Autor, aber auch taz-Journalist, ist gerade auf einer Journalistenreise, und kann deshalb nicht bei uns in Hamburg sein. Für ihn nimmt heute

Dr. Thomas Sparr
den Preis entgegen. Herzlich Willkommen.

Ohne Sie, Herr Dr. Sparr, hätte es das Buch gar nicht gegeben, sagte uns Martin Reichert. Sie sind „Editor at Large“ beim Suhrkamp-Verlag und haben das Buchprojekt angestoßen.
Es geht auf Ihre Initiative zurück, dass „Die Kapsel“ erschienen ist, und dass Martin Reichert das Buch geschrieben hat.

Wer, wenn nicht Sie, wäre der Richtige, um den Preis entgegen zu nehmen.
Wir danken Ihnen herzlich, dass Sie da sind!

JUGEND MEDIENPREIS HIVAIDS 2017/2018

Projektgruppe „Under Control“

Projektgruppe „Under Control“ (Jugendzentrum GAP, Aidshilfe Bonn / LBST* Referat Uni Bonn)
für das Theaterstück „Under Control“, aufgeführt in der Brotfabrik Bonn am
29. November 2018

Laudatio von Jessica Stockmann,

Der Geschichte mit Hoffnung begegnen … (letzter Satz der Szene) – liebe Mel, vielen Dank für diese Szene aus Ihrem Theaterstück „Under Control“!

14 junge Menschen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren treffen sich 1 Jahr lang mindestens einmal im Monat. Sie kommen vor allem aus dem Jugendzentrum GAP der Aidshilfe Bonn und aus dem LBST-Referat der Uni Bonn.
Sie konzipieren und schreiben ein Theaterstück,
diskutieren,
planen,
holen sich Input von den Beraterinnen und Beratern der Aids-Hilfe Bonn,
sie proben, feilen, proben.

Am 29. November 2018 ist es dann soweit:
Im Kulturzentrum der Brotfabrik in Bonn führen die Jugendlichen das 40 Minuten lange Stück auf. Flankiert von einem Talk und den Kampagnen zum Welt-Aids-Tag.

Was die jungen Menschen unter dem Titel „Under Control“ auf die Beine gestellt haben, beindruckte die Jury so sehr, dass sie dafür den JUGEND-Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung vergibt – und das Preisgeld von 3.000 Euro.

In das Stück ist besonders viel von dem hineingeflossen, was die jungen Menschen bewegt: der Umgang mit der HIV-Diagnose und wie das soziale Umfeld oder die eigene Community auf die Infektion reagiert.

Die Jury war überzeugt von der Arbeit der Gruppe und vom Theaterstück

  • weil es berührt
  • weil es Gefühle und Gedanken in authentische Sprache gießt
  • weil es Aspekte behandelt wie Selbststigmatisierung, offen oder nicht offen leben mit HIV oder Angst vor einer Zurückweisung als Mensch mit HIV

Die Jury war auch überzeugt,

  • weil das alles sehr reale Herausforderungen des Lebens mit HIV sind
  • weil auch der Blick auf das alte Aids nicht fehlt und
  • weil das Stück zeigt, dass der Austausch mit anderen Positiven hilfreich sein kann und Mut macht.

„Under Control“ verschweigt dennoch nicht, dass es zu Ablehnungen kommen kann und man lernen muss, mit Enttäuschungen umzugehen.

Es hat die Jury sehr gefreut, dass gerade junge Menschen das „alte Aids“ als Teil der Geschichte aufgreifen. Dass sie es einordnen und reflektieren. Wir haben zu Beginn eine Szene gesehen.

Von der Jury kommt ein großes Kompliment an alle, die bei „Under Control“ mitgemacht haben. Und von Herzen der Glückwunsch zum JUGEND Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung!

Herzlich Willkommen
Ilay und Mel:
Sie beide haben von Beginn an eine tragende Rolle im Projekt gespielt, viele Teile des Scriptes geschrieben und Regie übernommen.

Und Herzlich Willkommen, Daniel Krämer
Sie hatten die Idee zu „Under control“ und hatten als Organisator und Manager das Projekt unter Kontrolle.

Herzlichen Glückwunsch Ihnen und dem gesamten Team!

MEDIENPREIS HIVAIDS 1995

Froben Homburger, Verena Schmitt
für ihre Berichterstattung bei der Nachrichtenagentur The Associated Press (ap)

Medienprojekt des Jugendamtes Wuppertal
für seine Langzeitdokumentation “Cori – ein Leben mit AIDS” (Sonderpreis)

Redaktion “Live aus dem Alabama”
(Bayerischer Rundfunk) für 10 Jahre Diskussionsbeiträge zum Thema AIDS

Elke Wandel
für ihre Hörfunkreportage „Dein kleiner Bruder hat ja AIDS“, Sender Freies Berlin

MEDIENPREIS HIVAIDS 1994

Christa Auch-Schwelk, Ruth Niehaus
für ihren Film “Jeffrey – Zwischen Leben und Tod”, Westdeutscher Rundfunk

Manfred Kriener
für seine zahlreichen Berichte, Reportagen und Kommentare in der taz

Elisabeth Marquart
für ihre Hörfunkreportage “Frauen in Afrika kämpfen gegen AIDS” Süddeutscher Rundfunk (Redaktion Eckpunkte)

MEDIENPREIS HIVAIDS 1993

Peter Adler
für seine Reportage “Ächtung und Barmherzigkeit – AIDS in der Provinz”, Südwestfunk 3

Heinz W. Geisenberger
für sein Hörspiel “Negativ, weil positiv”, Hessischer Rundfunk

MEDIENPREIS HIVAIDS 1992

1992 wurde der Preis ausgesetzt

MEDIENPREIS HIVAIDS 1991

Barbara Dickmann, Maria von Welser
für ihren Beitrag “Ugandas sterbende Mütter”, Zweites Deutsches Fernsehen (Redaktion Mona Lisa)

Raimund Hoghe
für seinen Bericht „Andreas nimmt Abschied vom Leben“, Die Zeit

MEDIENPREIS HIVAIDS 1990

Achim Ost
für seinen Beitrag “So lange Du kämpfst, wirst Du auch leben”, Westdeutscher Rundfunk 3

Holger Weinert
für seinen Beitrag “Ulis letzter Sommer – Das lange Sterben mit AIDS”, Hessischer Rundfunk

MEDIENPREIS HIVAIDS 1989

Hans Schuh
für seine kontinuierliche Berichterstattung zum Thema HIV und AIDS in der Zeit

Michael Steinbrecher
für seine Sendung “Ich bin infiziert – ich brauche Dich”, Zweites Deutsches Fernsehen (Redaktion Doppelpunkt)

MEDIENPREIS HIVAIDS 1988

Jürgen Orthaus
für seine Sendung „Positiv – neue Wege im Umgang mit AIDS-Kranken“, Westdeutscher Rundfunk (Redaktion Bürger und Bürokraten)

Redaktion “INFO” der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V.
(Förderpreis)

Martin Winter
für seine zahlreichen Beiträge zum Thema HIV und AIDS in der Frankfurter Rundschau

MEDIENPREIS HIVAIDS 1987

Ariane Barth
für ihre Reportage „Wenn er fröhlich singt, kommen mir die Tränen“, Der Spiegel

Heidrun Graupner, Stephan Lebert, Hania Luczak, Justin Westhoff
für ihr Dossier vom 20.2.1985 in der Süddeutschen Zeitung

Redaktion der Zeitschrift “vor-sicht”
(Förderpreis)

Marianne Wichert-Quoirin
für ihre Beiträge zum Thema HIV und AIDS im Kölner Stadt-Anzeiger

Preisträger mit ‚Z‘

Kein Eintrag

MEDIENPREIS HIVAIDS 1996

Jörg W. Gronius
für seinen Beitrag “Jeder schreibt mit seinem roten Blut”, Norddeutscher Rundfunk 3

Wilma Kottusch
für ihren Film “Wir zusammen allein mit Dir”, Zweites Deutsches Fernsehen (Sonderpreis)

Manfred Nehls
für seinen Beitrag “Nicht wunschlos werden”, Mitteldeutscher Rundfunk

MEDIENPREIS HIVAIDS 1997

Michael Heuer
für seinen Fernsehbeitrag “Misstraue der Idylle: Aus dem Emigrantenleben eines AIDS-Kranken”, Zweites Deutsches Fernsehen (Redaktion 37 Grad) 11.7.1996

David Hockney
für den Ansteck-Pin der Hamburger Kunsthalle zugunsten von Big Spender Hamburg e.V. (Sonderpreis)

Jochen Klöck
für seinen Beitrag “Das tödliche Erbe des Diktators”, Brigitte Heft Nr. 16, 1996, mit besonderer Erwähnung des Fotografen Jens Rötzsch

Tim Lienhard
für seinen Fernsehbeitrag “Morgen ist auch noch ein Tod”, Westdeutscher Rundfunk-Fernsehen (Redaktion Kultur und Wissenschaft) 20.9.1996

Redaktionen der Ärzte Zeitung und des 1997 eingestellten Monatsmagazins DAH-Aktuell
für ihre qualifizierte und kontinuierliche Berichterstattung über das Thema HIV und AIDS

MEDIENPREIS HIVAIDS 2013/2014

Franziska Badenschier
für ihren Radio-Beitrag  „Der AIDS-Schreck ist zurück: in Uganda steigt die HIV-Infektionsrate wieder an“, Deutschlandfunk, Sendung „Hintergrund“, 11.05.2014

Jörg Schmid und Luise Strothmann
für ihren Print-Beitrag „Das Ende der Angst“, Sonntaz (Taz am Wochenende), 19./20.07.2014

Paul Schulz und Christian Lütjens
für ihr Buch, „Positive Pictures“. A Gay History, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2013

SONDEREHRUNG

Redaktion der „DHIVA – Zeitschrift für Frauen zu Sexualität und Gesundheit“
für ihr langjähriges Engagement. Die Zeitschrift erscheint seit 1994, aktuell vierteljährlich im GSSG-Verlag Köln

Macher des „Videocasts zur HIV/STI-Prävention bei gehörlosen und schwer hörenden schwulen Männern“,
http://www.gehoerlosen-aids-info.de/, seit 2014

JUGEND MEDIENPREIS HIVAIDS 2013/2014

Jugendzentrum anyway Köln, Projektgruppe „Julian – junge liebe anders“
für die 3. Staffel der Webserie „Julian – junge liebe anders.“

MEDIENPREIS HIVAIDS 2011/2012

Kai Kupferschmidt
für seinen Beitrag „Positiv und Negativ – die Angst vor HIV“, www.tagesspiegel.de/wissen, 1.12.2012

Marcel Dams
für seinen YouTube-Videokanal „TeilzeitVlogger“ (www.youtube.com/teilzeitvlogger)

Jobst Knigge
für seinen Film „Der Aidskrieg“, WDR Fernsehen, 25.11.2011

Benjamin Cantuund Mira Thiel
für ihren Film „Der Berliner Patient – Geheilt von Aids“, ARTE, 22.11.2012

JUGEND MEDIENPREIS HIVAIDS 2011/2012

Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b der Realschule am Kreuzberg in Netphen und ihre Lehrerin Ursula Wussow
für das Buchprojekt „Was wäre, wenn ich nicht in Deutschland geboren wäre, sondern in Ruanda?“

Tim Rößling und Niklas Schlicht vom Marie-Curie-Gymnasium Dallgow-Döberitz
für ihren Kurzfilm „Gebt Aids ein Gesicht.“

MEDIENPREIS HIVAIDS 2009/2010

Annette Heinrich (Autorin), Philip Flämig (Kamera)
für die Fernsehdokumentation: „37 º Ich bleibe immer positiv! Starke Frauen mit HIV“, ZDF-Reihe 37 Grad 26.10.2010

Selbsthilfegruppe der Braunschweiger AIDS-Hilfe
für ihr Straßenbahnprojekt „AIDS braucht positive Gesichter“, gestartet am 31.Oktober 2009, initiiert von Jürgen Hoffmann, Stephanie Schmidt (†) und Jean-Luc Tissot, gestaltet von der Künstlerin Nadine Decker

Viola Volland
für ihre Reportage „Der alte Mann und das Virus“, Stuttgarter Zeitung, 1. Dezember 2009

Siegfried Schwarze
für seine Publikation „ARTWORK. Die Umstellungssprechstunde“, regelmäßige als Beilage zur Publikation „Projekt Information“

JUGEND MEDIENPREIS HIVAIDS 2009/2010

Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe des Carl-Orff-Gymnasium in Unterschleißheim
für die Aktionen zum Thema „HIV in Südafrika“ und das Theaterprojekt „Rainbow Nation – HIV in Südafrika.“

MEDIENPREIS HIVAIDS 2007/2008

Peter-Philipp Schmitt
für seine langjährige, herausragende Berichterstattung zum Thema AIDS in der Frankfurter Allgemeine Zeitung

Christa Graf, Roland Wagner (Kamera)
für ihren Film „Memory Books – Damit du mich nie vergisst“, Arte 1.12.2008

Ulrich Würdemann
als Gründer und Redakteur von „positiv schwul – ondamaris“ (www.ondamaris.de)

Antía Martínez-Amor, Gesa Dankwerth
für ihren Film „AIDS – Wenn die Körperpolizei nicht mehr helfen kann“ in der Sendereihe „neuneinhalb – Nachrichtenmagazin für Kinder“, ARD 1.12.2007

MEDIENPREIS HIVAIDS 2005/2006

Martin Stümper, Matthias Wurms
für ihr Hörfunkfeature „Aids – der vergessene Schock“, u.a. WDR5 27.11.2005

Benjamin Prüfer
für seine Reportage „Bis der Tod sie mir weg nimmt“, NEON-Magazin, Januar 2006

Corinna Gekeler, Dirk Hetzel
für die von ihnen herausgegebene Publikation „blickpunkt aids“, Berlin 2005

MEDIENPREIS HIVAIDS 2003/2004

Redaktionsteam der Zeitschrift MED-INFO. Medizinische Informationen zu HIV und AIDS,
herausgegeben von der AIDS-Hilfe Köln e.V.

Dorothee Luther, Alexander Thümmler (Autoren) und Tanja Lossau (3sat Redaktionsleiterin)
für den Film „Sie nennen mich Smiley. AIDS-Waisen finden zurück ins Leben“, 3sat 23.12.2003

Präventionsprojekt „JuPo (JungPositiv)“
für die Produktion von Anti-AIDS-Spots („69 cent“ und „einTÜTen“). Eine Kooperation von AIDS-Hilfe Köln e.V., Jugendzentrum anyway und carasana films mit Kölner Schulen

Bartholomäus Grill
für seine kontinuierliche Arbeit zum Thema AIDS, besonders auch als Afrika-Korrespondent der ZEIT (Sonderpreis der Jury)

MEDIENPREIS HIVAIDS 2001/2002

Redaktion der Zeitschrift ProjektInformation. Betroffene informieren Betroffene
für ihre qualifizierte und kontinuierliche Berichterstattung über das Thema HIV und AIDS

Peter Sartorius
für seine vierteilige Serie „Die Aids-Katastrophe im Süden Afrikas“, Seite Drei, Süddeutsche Zeitung, 13./14. Juni, 19. Juni, 21. Juni 23./24. Juni 2001

Arbeitsgruppe „Unterbrochene Karrieren“ in der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst,
Berlin, für ihre Ausstellungsreihe „Unterbrochene Karrieren“, zuletzt die Ausstellung „Africa apart – Afrikanische Künstlerinnen und Künstler konfrontieren AIDS“, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin 14.12.2002 – 9.2.2003.

MEDIENPREIS HIVAIDS 2000

Petra Afonin
für ihren literarischen Chansonabend „Bevor ich gehe – bleibe ich“

Nicole Cosic, Christine Maschke (Autorinnen), Günther Jauch (Moderator)
für ihren Stern-TV-Beitrag „Kinderwunsch trotz HIV – die Geschichte der Heidemarie Kremer“, RTL 23.8.2000

Sebastian Kamps
für seine Einrichtung und Organisation des medizinischen Angebotes im „HIV.net“

MEDIENPREIS HIVAIDS 1999

Michael Emmrich
für seinen Beitrag “Leben lernen”, Frankfurter Rundschau 9.1.1999

Felix Heidinger
für seine Fernsehdokumentation “AIDS – die Spur führt in den Dschungel”, Arte 14.6.1999, Bayerischer Rundfunk 14.7.1999

Kulturprogramm zum 7. Deutschen AIDS-Kongress
(17.5.-12.6.1999 in Essen)

Guillaume Le Touze
für seinen Roman ”Wie dein Vater – Afrikanische Reise”, Fischer-Verlag, 1998 (Sonderpreis)

Ulrich Marcus
, Robert-Koch-Institut Berlin, für seine qualifizierte und kontinuierliche Berichterstattung über das Thema HIV und AIDS

Renate Stegmüller
für ihre Fernsehdokumentation “Auf der Suche nach den verlorenen Kindern. Aidswaisen in Zimbabwe”, Bayerischer Rundfunk 14.11.1998

MEDIENPREIS HIVAIDS 1998

AIDS-Hilfe Köln e.V.
für ihre Aktion “Masken für mehr Toleranz”, Kölner Innenstadt 27.6. bis 3.7.1998

Robert Dessaix
für seinen Roman “Briefe aus der Nacht”, Wolfgang Krüger Verlag, 1997 (Sonderpreis)

Klaus Enderle
für seinen Hörfunk-Beitrag “Niemand kann sich an den Tod gewöhnen – AIDS in Zimbabwe“, DeutschlandRadio (Reihe Weltzeit) 2.4.1998

Cadmo Quintero
für seine Regie des Kino- und TV-Spots “Pray for Rain”, Kinos und TV-Sender seit Ende April 1998

Frank Stern
für seinen Beitrag “Die Party am anderen Ufer. Leben und Sterben eines AIDS-Kranken”, Frankfurter Rundschau 22.11.1997

Bernd Vielhaber
für seine Redaktion der Zeitschrift “FaxReport”, herausgegeben von der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.

Preisträger mit ‚Y‘

Kein Eintrag

Preisträger mit ‚X‘

Kein Eintrag

Preisträger mit ‚W‘

Roland Wagner für seine Kameraarbeit zum Film „Memory Books – Damit du mich nie vergisst“, Arte 1.12.2008 (zusammen mit Christa Graf) (2007/2008)

Elke Wandel für ihre Hörfunkreportage „Dein kleiner Bruder hat ja AIDS“, Sender Freies Berlin (1995)

Holger Weinert für seinen Beitrag “Ulis letzter Sommer – Das lange Sterben mit AIDS”, Hessischer Rundfunk (1990)

Maria von Welser für ihren Beitrag “Ugandas sterbende Mütter”, Zweites Deutsches Fernsehen (Redaktion Mona Lisa) (zusammen mit Barbara Dickmann) (1991)

Justin Westhoff für sein Dossier vom 20.2.1985 in der Süddeutschen Zeitung (zusammen mit Heidrun Graupner, Stephan Lebert und Dr. Hania Luczak) (1987)

Marianne Wichert-Quoirin für ihre Beiträge zum Thema HIV und AIDS im Kölner Stadt-Anzeiger (1987)

Florian Winkler-Ohm für seinen Blog flosithiv.com (2017/2018)

Martin Winter für seine zahlreichen Beiträge zum Thema HIV und AIDS in der Frankfurter Rundschau (1988)

Birgit Wittstock für ihre Langzeitrecherche „Philipp, 35, positiv“ und „Philipp, A. und ich“, FALTER (Wien), Ausgaben 17/18 und 22/18 (2017/2018)

Ulrich Würdemann als Gründer und Redakteur von „positiv schwul – ondamaris“ (www.ondamaris.de) (2007/2008)

Matthias Wurms für sein Hörfunkfeature „AIDS – der vergessene Schock“, u.a. WDR5 27.11.2005 (zusammen mit Martin Stümper) (2005/2006)

Preisträger mit ‚J‘

Günther Jauch (Moderator) für den Stern-TV-Beitrag „Kinderwunsch trotz HIV – Die Geschichte der Heidemarie Kremer“, RTL 23.8.2000 (zusammen mit den Autorinnen Nicole Cosic und Christine Maschke) (2000)

Preisträger mit ‚H‘

Felix Heidinger für seine Fernsehdokumentation “AIDS – die Spur führt in den Dschungel”, Arte 14.6.1999, Bayerischer Rundfunk 14.7.1999 (1999)

Annette Heinrich für die Fernsehdokumentation: „37 º Ich bleibe immer positiv! Starke Frauen mit HIV“, ZDF-Reihe 37 Grad 26.10.2010 (zusammen mit Philip Flämig, Kamera) (2009/2010)

Dirk Hetzel für die von ihm herausgegebene Publikation „blickpunkt aids“, Berlin 2005 (zusammen mit Corinna Gekeler) (2005/2006)

Michael Heuer für seinen Fernsehbeitrag “Misstraue der Idylle: Aus dem Emigrantenleben eines AIDS-Kranken”, Zweites Deutsches Fernsehen (Redaktion 37 Grad) 11.7.1996 (1997)

David Hockney für den Ansteck-Pin der Hamburger Kunsthalle zugunsten von Big Spender Hamburg e.V. (Sonderpreis 1997)

Raimund Hoghe für seinen Bericht „Andreas nimmt Abschied vom Leben“, Die Zeit (1991)

Froben Homburger für seine Berichterstattung bei der Nachrichtenagentur The Associated Press (ap) (zusammen mit Verena Schmitt) (1995)

Preisträger mit ‚G‘

Heinz W. Geisenberger für sein Hörspiel “Negativ, weil positiv”, Hessischer Rundfunk (1993)

Corinna Gekeler für die von ihr herausgegebene Publikation „blickpunkt aids“, Berlin 2005 (zusammen mit Dirk Hetzel) (2005/2006)

Christa Graf für ihren Film „Memory Books – Damit du mich nie vergisst“, Arte 1.12.2008 (zusammen mit Kameramann Roland Wagner) (2007/2008)

Heidrun Graupner für ihr Dossier vom 20.2.1985 in der Süddeutschen Zeitung (zusammen mit Stephan Lebert, Dr. Hania Luczak und Justin Westhoff) (1987)

Bartholomäus Grill für seine kontinuierliche Arbeit zum Thema AIDS, besonders auch als Afrika-Korrespondent der ZEIT (2003/2004, Sonderpreis der Jury)

Jörg W. Gronius für seinen Beitrag “Jeder schreibt mit seinem roten Blut”, Norddeutscher Rundfunk 3 (1996)

Preisträger mit ‚F‘

Philip Flämig (Kamera) für die Fernsehdokumentation: „37 º Ich bleibe immer positiv! Starke Frauen mit HIV“, ZDF-Reihe 37 Grad 26.10.2010 (zusammen mit Annette Heinrich, Autorin) (2009/2010)

Preisträger mit ‚E‘

Michael Emmrich für seinen Beitrag “Leben lernen”, Frankfurter Rundschau 9.1.1999 (1999)

Klaus Enderle für seinen Hörfunk-Beitrag “Niemand kann sich an den Tod gewöhnen – AIDS in Zimbabwe“, DeutschlandRadio (Reihe Weltzeit) 2.4.1998 (1998)

Preisträger mit ‚D‘

Marcel Dams für seinen YouTube-Videokanal „TeilzeitVlogger“ (www.youtube.com/teilzeitvlogger) (2011/2012)

Gesa Dankwerth für ihren Film „AIDS – Wenn die Körperpolizei nicht mehr helfen kann“ in der Sendereihe „neuneinhalb – Nachrichtenmagazin für Kinder“, ARD 1.12.2007 (zusammen mit Antía Martínez-Amor) (2007/2008)

Robert Dessaix für seinen Roman “Briefe aus der Nacht”, Wolfgang Krüger Verlag, 1997 (1998)

Barbara Dickmann für ihren Beitrag “Ugandas sterbende Mütter”, Zweites Deutsches Fernsehen (Redaktion Mona Lisa) (zusammen mit Maria von Welser) (1991)

Preisträger mit ‚C‘

Benjamin Cantu für seinen Film „Der Berliner Patient – Geheilt von Aids“, ARTE, 22.11.2012 (zusammen mit Mira Thiel) (2011/2012)

Maike Conway für ihre Langzeit-Dokumentation „Corinnes Geheimnis“, ZDF (Das kleine Fernsehspiel), 08.12.2015 (2015/2016)

Nicole Cosic (Autorin) für ihren Stern-TV-Beitrag „Kinderwunsch trotz HIV – Die Geschichte der Heidemarie Kremer“, RTL 23.8.2000 (zusammen mit Christine Maschke, Autorin, und Günther Jauch, Moderator) (2000)

Preisträger mit ‚B‘

Franziska Badenschier für ihren Radio-Beitrag  „Der AIDS-Schreck ist zurück: in Uganda steigt die HIV-Infektionsrate wieder an“, Deutschlandfunk, Sendung „Hintergrund“, 11.05.2014 (2013/2014)

Ariane Barth für ihre Reportage „Wenn er fröhlich singt, kommen mir die Tränen“, Der Spiegel (1987)

Preisträger mit ‚A‘

Peter Adler für seine Reportage “Ächtung und Barmherzigkeit – AIDS in der Provinz”, Südwestfunk 3 (1993)

Petra Afonin für ihren literarischen Chansonabend „Bevor ich gehe – bleibe ich“ (2000)

AIDS-Hilfe Köln e.V. für ihre Aktion “Masken für mehr Toleranz”, Kölner Innenstadt 27.6. bis 3.7.1998 (1998)

Antía Martínez-Amor für ihren Film „AIDS – Wenn die Körperpolizei nicht mehr helfen kann“ in der Sendereihe „neuneinhalb – Nachrichtenmagazin für Kinder“, ARD 1.12.2007 (zusammen mit Gesa Dankwerth) (2007/2008)

Arbeitsgruppe „Unterbrochene Karrieren“ in der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin, für ihre Ausstellungsreihe „Unterbrochene Karrieren“, zuletzt die Ausstellung „Africa apart – Afrikanische Künstlerinnen und Künstler konfrontieren AIDS“, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin 14.12.2002 – 9.2.2003. (2001/2002)

Bernd Aretz für seine jahrzehntelange, kontinuierliche publizistische Tätigkeit zu HIV und AIDS (Sonderehrung, 2015/2016)

Christa Auch-Schwelk für ihren Film “Jeffrey – Zwischen Leben und Tod”, Westdeutscher Rundfunk (zusammen mit Ruth Niehaus) (1994)

Preisträger mit ‚N‘

Manfred Nehls für seinen Beitrag „Nicht wunschlos werden”, Mitteldeutscher Rundfunk (1996)

Michael Neudecker für seinen Print-Beitrag „Reifeprüfung“, Süddeutsche Zeitung (Die Seite Drei), 01.06.2015 (2015/2016)

Johannes Nichelmann für seinen Radio-Beitrag „Drogenpolitik – Portugals liberaler Weg“, Deutschlandfunk (Sendung „Hintergrund“), 17.04.2016 (2015/2016)

Ruth Niehaus für ihren Film „Jeffrey – Zwischen Leben und Tod”, Westdeutscher Rundfunk (zusammen mit Christa Auch-Schwelk) (1994)

Preisträger mit ‚K‘

Sebastian Kamps für seine Einrichtung und Organisation des medizinischen Angebotes im „HIV.net“ (2000)

Jochen Klöck für seinen Beitrag “Das tödliche Erbe des Diktators”, Brigitte Heft Nr. 16, 1996, mit besonderer Erwähnung des Fotografen Jens Rötzsch (1997)

Jobst Knigge für seinen Film „Der Aidskrieg“, WDR Fernsehen, 25.11.2011 (2011/2012)

Wilma Kottusch für ihren Film “Wir zusammen allein mit Dir”, Zweites Deutsches Fernsehen (Sonderpreis 1996)

Manfred Kriener für seine zahlreichen Berichte, Reportagen und Kommentare in der taz (1994)

Kulturprogramm zum 7. Deutschen AIDS-Kongress (17.5.-12.6.1999 in Essen) (1999)

Kai Kupferschmidt für seinen Beitrag „Positiv und Negativ – die Angst vor HIV“, www.tagesspiegel.de/wissen, 1.12.2012 (2011/2012)

Preisträger mit ‚L‘

Stephan Lebert für sein Dossier vom 20.2.1985 in der Süddeutschen Zeitung (zusammen mit Heidrun Graupner, Dr. Hania Luczak und Justin Westhoff) (1987)

Guillaume Le Touze für seinen Roman ”Wie dein Vater – Afrikanische Reise”, Fischer-Verlag, 1998 (Sonderpreis1999)

Tim Lienhard für seinen Fernsehbeitrag “Morgen ist auch noch ein Tod”, Westdeutscher Rundfunk-Fernsehen (Redaktion Kultur und Wissenschaft) 20.9.1996 (1997)

Tanja Lossau, Redaktionsleiterin 3sat zum Film „Sie nennen mich Smiley. AIDS-Waisen finden zurück ins Leben“, 3sat 23.12.2003 (zusammen mit den Autoren Dorothee Luther und Alexander Thümmler) (2003/2004)

Hania Luczak für ihr Dossier vom 20.2.1985 in der Süddeutschen Zeitung (zusammen mit Heidrun Graupner, Stephan Lebert und Justin Westhoff) (1987)

Christian Lütjens für sein Buch, „Positive Pictures“. A Gay History, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2013 (zusammen mit Paul Schulz) (2013/2014)

Dorothee Luther für ihren Film „Sie nennen mich Smiley. AIDS-Waisen finden zurück ins Leben“, 3sat 23.12.2003 (zusammen mit Alexander Thümmler und Redaktionsleiterin Tanja Lossau) (2003/2004)

Preisträger mit ‚V‘

Macher des „Videocasts zur HIV/STI-Prävention bei gehörlosen und schwer hörenden schwulen Männern“, http://www.gehoerlosen-aids-info.de/, seit 2014 (Sonderehrung) (2013/2014)

Bernd Vielhaber für seine Redaktion der Zeitschrift “FaxReport”, herausgegeben von der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. (1998)

Viola Volland für ihre Reportage „Der alte Mann und das Virus“, Stuttgarter Zeitung, 1. Dezember 2009 (2009/2010)

Preisträger mit ‚I‘

Kein Eintrag

Preisträger mit ‚U‘

Kein Eintrag

Preisträger mit ‚T‘

Mira Thiel für ihren Film „Der Berliner Patient – Geheilt von Aids“, ARTE, 22.11.2012 (zusammen mit Benjamin Cantu) (2011/2012)

Alexander Thümmler für seinen Film „Sie nennen mich Smiley. Aids-Waisen finden zurück ins Leben“, 3sat 23.12.2003 (zusammen mit Dorothee Luther und Redaktionsleiterin Tanja Lossau) (2003/2004)

Preisträger mit ‚S‘

Peter Sartorius für seine vierteilige Serie „Die AIDS-Katastrophe im Süden Afrikas“, Seite Drei, Süddeutsche Zeitung, 13./14. Juni, 19. Juni, 21. Juni 23./24. Juni 2001 (2001/2002)

Selbsthilfegruppe der Braunschweiger AIDS-Hilfe für ihr Straßenbahnprojekt „AIDS braucht positive Gesichter“, gestartet am 31.Oktober 2009, initiiert von Jürgen Hoffmann, Stephanie Schmidt (†) und Jean-Luc Tissot, gestaltet von der Künstlerin Nadine Decker (2009/2010)

Jörg Schmid für seinen Print-Beitrag „Das Ende der Angst“, Sonntaz (Taz am Wochenende), 19./20.07.2014 (zusammen mit Luise Strothmann) (2013/2014)

Peter-Philipp Schmitt für seine langjährige, herausragende Berichterstattung zum Thema AIDS in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (2007/2008)

Verena Schmitt für ihre Berichterstattung bei der Nachrichtenagentur The Associated Press (ap) (zusammen mit Froben Homberger) (1995)

Hans Schuh für seine kontinuierliche Berichterstattung zum Thema HIV und AIDS in der Zeit (1989)

Paul Schulz für sein Buch, „Positive Pictures“. A Gay History, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2013 (zusammen mit Christian Lütjens) (2013/2014)

Siegfried Schwarze für seine Publikation „ARTWORK. Die Umstellungssprechstunde“, regelmäßige als Beilage zur Publikation „Projekt Information“ (2009/2010)

Renate Stegmüller für ihre Fernsehdokumentation “Auf der Suche nach den verlorenen Kindern. Aidswaisen in Zimbabwe”, Bayerischer Rundfunk 14.11.1998 (1999)

Michael Steinbrecher für seine Sendung “Ich bin infiziert – ich brauche Dich”, Zweites Deutsches Fernsehen (Redaktion Doppelpunkt) (1989)

Frank Stern für seinen Beitrag “Die Party am anderen Ufer. Leben und Sterben eines AIDS-Kranken”, Frankfurter Rundschau 22.11.1997 (1998)

Luise Strothmann für ihren Print-Beitrag „Das Ende der Angst“, Sonntaz (Taz am Wochenende), 19./20.07.2014 (zusammen mit Jörg Schmid) (2013/2014)

Martin Stümper für sein Hörfunkfeature „AIDS – der vergessene Schock“, u.a. WDR5 27.11.2005 (zusammen mit Matthias Wurms) (2005/2006)

Preisträger mit ‚R‘

Redaktionen der Ärzte Zeitung und des 1997 eingestellten Monatsmagazins DAH-Aktuell für ihre qualifizierte und kontinuierliche Berichterstattung über das Thema HIV und AIDS (1997)

Redaktion der „DHIVA – Zeitschrift für Frauen zu Sexualität und Gesundheit“ für ihr langjähriges Engagement. Die Zeitschrift erscheint seit 1994, aktuell vierteljährlich im GSSG-Verlag Köln (Sonderehrung) (2013/2014)

Redaktion “INFO” der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V. (Förderpreis 1988)

Redaktion “Live aus dem Alabama” (Bayerischer Rundfunk) für 10 Jahre Diskussionsbeiträge zum Thema AIDS (1995)

Redaktionsteam der Zeitschrift MED-INFO. Medizinische Informationen zu HIV und AIDS, herausgegeben von der AIDS-Hilfe Köln e.V. (2003/2004)

Redaktion der Zeitschrift „ProjektInformation. Betroffene informieren Betroffene“. für ihre qualifizierte und kontinuierliche Berichterstattung über das Thema HIV und AIDS (2001/2002)

Redaktion der Zeitschrift “vor-sicht” (Förderpreis 1987)

Martin Reichert für sein Buch „DIE KAPSEL. Aids in der Bundesrepublik“, Suhrkamp Verlag Berlin, 2018 (2017/2018)

Preisträger mit ‚Q‘

Cadmo Quintero für seine Regie des Kino- und TV-Spots “Pray for Rain”, Kinos und TV-Sender seit Ende April 1998 (1998)

Preisträger mit ‚P‘

Präventionsprojekt „JuPo (JungPositiv)“ für die Produktion von Anti-AIDS-Spots („69 cent“ und „einTÜTen“. Eine Kooperation von AIDS-Hilfe Köln e.V., Jugendzentrum anyway und carasana films mit Kölner Schulen (2003/2004)

Benjamin Prüfer für seine Reportage „Bis der Tod sie mir weg nimmt“, NEON-Magazin, Januar 2006 (2005/2006)

PULS Team (das junge Programm des Bayerischen Rundfunks) – Teresa Fries, Christina Metallinos, Lukas Hellbrügge, Ariane Alter, Heike Schuffenhauer, Sebastian Meinberg – für den Beitrag „Positiv zusammen leben“, Magazin „PULS im Fernsehen“, BR Fernsehen, 01.12. 2016 (abrufbar unter deinpuls.de) (2015/2016)

Preisträger mit ‚O‘

Jürgen Orthaus für seine Sendung „Positiv – neue Wege im Umgang mit AIDS-Kranken“, Westdeutscher Rundfunk (Redaktion Bürger und Bürokraten) (1988)

Achim Ost für seinen Beitrag “So lange Du kämpfst, wirst Du auch leben”, Westdeutscher Rundfunk 3 (1990)

Preisträger mit ‚M‘

Ulrich Marcus, Robert-Koch-Institut Berlin, für seine qualifizierte und kontinuierliche Berichterstattung über das Thema HIV und AIDS (1999)

Elisabeth Marquart für ihre Hörfunkreportage “Frauen in Afrika kämpfen gegen AIDS” Süddeutscher Rundfunk (Redaktion Eckpunkte) (1994)

Christine Maschke (Autorin) für ihren Stern-TV-Beitrag „Kinderwunsch trotz HIV – Die Geschichte der Heidemarie Kremer“, RTL 23.8.2000 (zusammen mit Nicole Cosic, Autorin, und Günther Jauch, Moderator) (2000)

Medienprojekt des Jugendamtes Wuppertal für seine Langzeitdokumentation “Cori – ein Leben mit AIDS” (Sonderpreis 1995)

MEDIENPREIS HIVAIDS 2015/2016

Michael Neudecker
für seinen Print-Beitrag „Reifeprüfung“, Süddeutsche Zeitung (Die Seite Drei), 01.06.2015

Laudatio von Prof. Dr. Elisabeth Pott,

Corinne ist 20 – und HIV-positiv. So lange sie denken kann, hat sie mit dem Virus gelebt. Doch außer ihrer Pflegefamilie wusste fast niemand in dem kleinen oberbayerischen Dorf Grassau davon. Es schien nicht ratsam, darüber zu reden.

Doch dann bricht sie ihr Schweigen. Und sie erlebt, dass sich für ihre Freunde eigentlich nichts ändert. Auch für sie bleibt Corinne Corinne.

Michael Neudeckers Text trägt die vielsagende Überschrift „Reifeprüfung“.
Dabei geht es ihm nicht nur um Corinnes Reifeprüfung und um ihr Outing.
Er geht auch der Frage nach, was die Worte HIV und AIDS bei den Menschen auslösen – im Jahr 2015 in Deutschland.

Neudecker ist mit seiner Geschichte über Corinne eine Reportage gelungen,

  • die aufklärt ohne zu belehren,
  • die berührt ohne kitschig zu sein.

HIV mag kein medizinisches Drama mehr sein. Aber für viele ist es immer noch ein soziales. Corinnes persönliches Drama aber hat ein Happy End. Nicht nur deswegen findet die Jury Neudeckers Text besonders lesenswert. Wie nebenbei blickt der Autor auch auf mehr als 30 Jahre mit HIV und AIDS zurück.

2015, so sein Fazit, ist vielleicht nicht ganz frei von Vorurteilen. Doch zumindest die Menschen in seiner wahren Geschichte haben die Reifeprüfung bestanden.

Der Jury und uns war es eine große Freude, einen journalistisch extrem gut gemachten Beitrag zu lesen, der nahezu zwingt, von der ersten bis zur letzten Zeile „dran zu bleiben“.

Maike Conway
für ihre Langzeit-Dokumentation „Corinnes Geheimnis“, ZDF (Das kleine Fernsehspiel), 08.12.2015

Laudatio von Prof. Dr. Elisabeth Pott,

Maike Conway hat Corinne 10 Jahre lang begleitet – von ihren Kindheitsjahren an bis zum Abitur. Die Filmemacherin zeigt uns in einer vielfältigen Nahbetrachtung ein schwieriges Leben in der Provinz: einen Alltag mit Schweigen – ein fortwährendes Verstecken – die Angst vor Stigmatisierung. Wenn Corinne bei einer Freundin übernachtet, nimmt sie ihre Medikamente heimlich. Die Autorin lässt die Konfliktsituation immer wieder deutlich werden – führt die bedrückende Situation im wahren Sinn des Wortes vor Augen. Auch Wut und Aggression werden zum Thema.

Und dann zeigt Maike Conway Corinnes Bekenntnis – den Weg in die Offenheit und zu einem selbstbestimmten Leben. Die junge Frau öffnet sich einem Freund gegenüber. Diese Situation ist von einer Intimität, wie man sie selten vor der Kamera erleben kann.

Maike Conway bringt uns Corinne in all ihren Facetten nah: Wir leiden mit ihr. Wir bewundern die tapfere Haltung – und schließlich den Mut. Der Film macht sowohl die Probleme als auch die Notwendigkeit eines offenen Umgangs mit der Infektion deutlich.
– Er ist zugleich ein gesellschaftliches und ein persönliches Porträt.

Die Autorin verzichtet auf einen Kommentar. Sie setzt ganz auf die Aussagekraft der Szenen und Originaltöne. Gerade darüber kommt der Film so nah – wirkt er so intim.

Maike Conway ist den so seltenen wie bewundernswerten Weg einer Langzeitdokumentation gegangen – dies mit einem großen Risiko. Es war nicht klar, dass sie nach 10 Jahren aufwändiger filmischer Arbeit Corinnes Einverständnis für eine Veröffentlichung erhält.
Letztendlich stehen Corinnes Mitwirkung und Einverständnis für ein Bekenntnis, das tief berührt und weit über den Film hinausweist.

Das Team von PULS (das junge Programm des Bayerischen Rundfunks) – Teresa Fries, Christina Metallinos, Lukas Hellbrügge, Ariane Alter, Heike Schuffenhauer, Sebastian Meinberg
für den Beitrag „Positiv zusammen leben“, Magazin „PULS im Fernsehen“, BR Fernsehen, 01.12. 2016 (abrufbar unter deinpuls.de)

Laudatio von Prof. Dr. Elisabeth Pott,

Jugendliche mit dem Thema HIV zu erreichen, ist heute definitiv nicht leicht. Aber ein junges Redaktionsteam hat bewiesen, dass es doch gelingen kann – mit einem Beitrag, der nicht aufklärerisch daher kommt und dennoch solide informiert.
Die Jury war schnell überzeugt, dass das PULS-Team vom jungen Programm des Bayerischen Rundfunks für „Positiv zusammen leben“ den Medienpreis verdient hat.

Der Film, ausgestrahlt am vergangenen Welt-AIDS-Tag, zeigt sehr umfassend das Leben mit HIV heute. Angesprochen werden aktuelle Themen wie PrEP, Schutz durch Therapie und die Behandelbarkeit bei möglichst früher Kenntnis einer HIV-Infektion. Alles ist sehr unaufgeregt und gut verständlich geschildert – ohne wertend zu sein. Der Beitrag lässt junge Menschen mit HIV zu Wort kommen und macht deutlich, dass ein nahezu normales Leben und eine Partnerschaft mit HIV möglich ist, und ein positives Testergebnis heute alles andere als das Ende bedeutet.

Gleichzeitig verschweigt der Beitrag aber nicht die negativen Aspekte einer Infektion wie Diskriminierung und Stigmatisierung. Der Zuschauer geht mit Moderatorin Ariane Alter zum HIV-Test. Neben den Fakten rund um den Test wird auch klar: Anspannung, Nervosität und auch Angst sind stille Begleiter.

Die Kameraführung ist schnell und frech, man würde sagen „zielgruppengerecht“. Es ist ein zeitgemäßer und sehr gelungener Beitrag, der genau die jungen Menschen wachgerüttelt hat, für die der Beitrag gedacht war.

„Toller Beitrag! Ist eigentlich schade, dass ein 13-minütiges Video mehr bringt als der Sexualkunde- Unterricht. Ich wusste gar nicht, dass ein behandelter HIV-Infizierter das Virus nicht mehr übertagen kann …“ oder „Wie immer eine Top Doku, schäme mich gerade, dass ich gedacht habe, dass HIV und AIDS dasselbe ist …“ waren nur zwei Kommentare aus dem Netz.

Wir empfehlen den Beitrag allen, die Lust haben auf einen „jungen“ Film, aus dem man viel über „HIV heute“ erfahren kann – das Alter ist dabei egal!

Mit dem Medienpreis ehren wir das gesamte PULS-Team:
Teresa Fries und Christina Metallinos (Planung und Recherche)
Lukas Hellbrügge (Autor, Kameramann und Cutter)
Reporterin Ariane Alter
Heike Schuffenhauer (Chefin vom Dienst) und
Teamchef Sebastian Meinberg.

Johannes Nichelmann
für seinen Radio-Beitrag „Drogenpolitik – Portugals liberaler Weg“, Deutschlandfunk (Sendung „Hintergrund“), 17.04.2016

Laudatio von Prof. Dr. Elisabeth Pott,

Es ist schon einige Jahre her, dass Jury und Stiftung den Medienpreis für einen herausragenden Hörfunkbeitrag vergeben konnten. Umso mehr freuen wir uns heute! In seinem Beitrag lenkt Johannes Nichelmann den Blick auf Portugal und seine ungewöhnlich liberale Drogenpolitik. Er gibt darüber hinaus einen Anstoß für ähnliche Reformen in anderen Ländern – die freilich spezifisch angepasst werden müssten.
Die Essenz der portugiesischen Drogengesetze, die bereits seit 2001 in Kraft sind, ist:
„Der persönliche Besitz von Rauschgift ist keine Straftat mehr, sondern eine Ordnungswidrigkeit. Harte Drogen wie Heroin und Kokain dürfen konsumiert werden. Die Drogen wurden entkriminalisiert. Statt des Justizministeriums ist das Gesundheitsministerium für das Thema zuständig.“ Die liberale Gesetzgebung wird flankiert von bedachter Prävention. Die Maßnahmen haben zum Ende der Stigmatisierung und Ausgrenzung geführt – und zu einer deutlichen Abnahme der Infektionen mit dem HI-Virus. So heißt es im Beitrag:
„2007 standen noch 20 Prozent der … Neudiagnosen in Portugal im Zusammenhang mit Drogen. 2014 waren es nur noch vier Prozent.“

Johannes Nichelmanns Radiobeitrag ist abwechslungsreich und informativ gestaltet. Er bindet immer wieder Personen ein – von der Sozialarbeiterin bis hin zum Nutzer des Methadonprogramms. Auf diese Weise macht er anschaulich und hörenswert klar, wie der portugiesische Weg in der Praxis aussieht. Johannes Nichelmann bringt auf verständliche Weise ein Thema nahe, das in der öffentlichen Debatte über HIV und AIDS vernachlässigt ist, aber internationale Aufmerksamkeit verdient. Portugals liberaler Weg hat Vorbildcharakter.

SONDEREHRUNG


Bernd Aretz
für seine jahrzehntelange, kontinuierliche publizistische Tätigkeit zu HIV und AIDS

Laudatio von Prof. Dr. Elisabeth Pott,

Sehr gerne und aus großer Überzeugung hat sich die Jury dem Vorschlag der AIDShilfe Marburg angeschlossen, einen Menschen zu ehren, der seit Jahrzehnten publizistisch zu HIV und AIDS aktiv ist. Wir freuen uns sehr, lieber Bernd Aretz, dass Sie heute hier sind!
Vor 20 Jahren erschien ein Buch, das in vielen Feuilletons besprochen wurde. Der Titel: „Notate. Aus dem Leben eines HIV-infizierten schwulen Mannes“. Die autobiographischen Notizen waren teils sehr intim und schonungslos, sie stammten von Bernd Aretz. Das Buch, so schrieb die FAZ, transportiere eine doppelte Botschaft: ein lautes, überzeugtes Ja zum Leben mit dem HI-Virus und ein leises, gefasstes Ja zum Sterben an AIDS. Das war 1998.

Bernd Aretz, Jahrgang 1948, hat in 33 Jahren mit HIV viele Tiefs und zuletzt auch viele Hochs erlebt. Im Hauptberuf war Aretz Anwalt und Notar in Offenbach, nebenberuflich aber war und ist er Aufklärer, Lebenshelfer und Mutmacher.

Seit er von seiner Infektion weiß, hat er sich immer wieder zu Wort gemeldet, um über seine Erfahrungen mit HIV zu berichten. Er ist zum Vielschreiber geworden und vor allem online sehr präsent – auf Plattformen wie den HIV-Nachrichten, Ondamaris und Magazin.hiv der Deutschen AIDS-Hilfe. Er greift auf, was ihm wichtig erscheint und was wichtig ist, seine Texte sind stets fundiert, mal kritisch, mal provokant, doch nie am Thema vorbei.
Er reflektiert Erfahrungen, die er am eigenen Leib gemacht hat, ohne sich dabei narzisstisch in den Mittelpunkt zu stellen.

Respekt für ein publizistisches Lebenswerk, das über die zahlreichen Veröffentlichungen zu HIV/AIDS in Fach- und Publikumsmedien noch weit hinausgeht.
Für seine langjährige Arbeit zeichnet die Jury in diesem Jahr Bernd Aretz mit dem Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung aus – für sein Lebenswerk, das hoffentlich noch lange nicht vollendet ist.

JUGEND MEDIENPREIS HIVAIDS 2015/2016

preistraeger klasse 3a

Klasse 3a der Grundschule Atter (Osnabrück) und ihre Lehrerin Anja Hirschmann
für das Projekt „Keep the light on HIV“ (in Malawi): Musical, Radiosendung, Buch aus der Druck-Werkstatt.

Laudatio von Prof. Dr. Elisabeth Pott,

Schon zum vierten Mal vergeben wir einen Preis, den wir JUNIOR-Medienpreis nennen. Mit diesem Preis richten wir uns an Schülerinnen und Schüler und an Jugendliche. Wir möchten, dass sich auch junge Menschen kreativ mit HIV und AIDS auseinandersetzen. Als diese Bewerbung bei uns eintraf, war das Erstaunen groß:
So junge Bewerber hatten wir noch nie. Sie sind zwischen 8 und 11 Jahre alt und Schüler einer Grundschule.

Was diese Jungen und Mädchen der Klasse 3a zusammen mit ihrer Lehrerin Anja Hirschmann auf die Beine gestellt haben, hat uns alle sehr beeindruckt:
wir bekamen eine Musical-DVD, eine CD mit einer Radiosendung, ein dickes, gestaltetes Projektalbum und ein selbstgemachtes Buch aus der Druckwerkstatt. Alles unter dem Titel „Keep the light on HIV“.

Ein ganzes Schuljahr lang haben sich die 18 Mädchen und Jungen mit HIV beschäftigt und einen intensiven Blick geworfen nach Malawi. Dass das südostafrikanische Land, das zu den ärmsten der Welt gehört, im Fokus stand, ist kein Zufall. Malawi gehört seit fast 10 Jahren zum Schulalltag der Grundschule Atter. Die Schule ist eng verbunden mit Magi e.V., einem Verein zur Unterstützung von bedürftigen Mädchen in Malawi. Klassenlehrerin Anja Hirschmann kennt das Projekt und das Leben der Mädchen gut und konnte sehr genau davon berichten. Außerdem bekamen die Kinder Besuch von Sr Ruth aus Malawi, die auch Original-Requisiten für das Musical mitbrachte. In die Aufführung wurde das letzte Lied „Keep the light on HIV“, gesungen von den Mädchen in Malawi, auf der Leinwand eingespielt. So haben die Kinder Kontinent-übergreifend gemeinsam gesungen.

Ein Moment, der die Jury sehr anrührte.

Zusammen mit ihrer Lehrerin haben sich die Kinder intensiv informiert und sie haben viel erfahren:

  • Dass es ein Virus gibt, das HI-Virus heißt und was das ist.
  • Dass schon Babys infiziert sein können.
  • Dass es in Malawi Kinder gibt, die wegen AIDS keine Eltern mehr haben.
  • Dass es Medikamente gibt, die AIDS aufhalten können.
  • Dass es wichtig ist, schon früh zu lernen wie man sich vor HIV schützen kann.

Die Jury konnte sehen, mit wie viel Begeisterung die Kinder bei der Sache waren, und wie viel Arbeit in diesem Projekt steckte. Von einer Grundschule war dies nicht zu erwarten. Überzeugt hat die Jury auch, dass schon Grundschüler auf eine alters- und schulgerechte Art mit HIV vertraut gemacht wurden.
Das hat viel Mut der Klassenlehrerin verlangt – und wir wissen, dass Sie, Frau Hirschmann, durchaus auf Kritik und Widerstände gestoßen sind. So zeichnen wir heute nicht nur alle Schülerinnen und Schüler und das wunderbare Projekt aus, sondern auch eine besonders mutige Lehrerin!

Unser JUNIOR-Medienpreis geht in diesem Jahr an die Jungen und Mädchen der Klasse 3a der Grundschule Atter in Osnabrück und an ihre Lehrerin Anja Hirschmann für das Projekt „Keep the light on HIV“, aus dem Schuljahr 2015/2016.
Wir wissen, dass Sie das Preisgeld von 3.000 Euro für eine Schule von Magi e.V. verwenden wollen, in der die Mädchen über HIV aufgeklärt werden sollen.

DIE VERLEIHUNG
DES MEDIENPREISES 2017/2018

Der Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung 2017/2018 wurde am 14. Juni 2019 in Hamburg verliehen.

Laudatorin war Schauspielerin Jessica Stockmann.

Der Rahmen für die Preisverleihung war der Deutsch-Österreichische AIDS-Kongress.

Hier treffen sich Forscher, Mediziner, Aids-Organisationen und Community, um sich drei Tage lang auszutauschen.
Beim abendlichen Get-together übergab die Stiftung zusammen mit Laudatorin Jessica Stockmann und den Förderern des Preises – GILEAD Sciences GmbH und Verband der forschenden Pharmaunternehmen (vfa) – die Urkunden.

(alle Fotos: Hendrik Lüders, Hamburg)

die Förderer

Für den Medienpreis HIV/AIDS und den JUGEND Medienpreis engagieren sich das Pharmaunternehmen Gilead Sciences GmbH und der Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa). Sie unterstützen die Stiftung bei der Bekanntmachung des Preises und der aktuellen Ausschreibung und stellen das Preisgeld.

Der vfa ist der Verband forschender Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitgliedsunternehmen des vfa beschäftigen in Deutschland rund 80.000 Mitarbeiter, davon arbeiten mehr als 17.000 in Forschung und Entwicklung. Details über die Mitgliedsunternehmen des vfa finden Sie hier.

Mitgliedsunternehmen des vfa erfinden neue Wirkstoffe und entwickeln neue Arzneimittel zur Behandlung von HIV/AIDS. Durch eine Vielzahl verfügbarer HIV-Medikamente steht den Ärzten ein breites Spektrum therapeutischer Optionen zur Verfügung. Dadurch ist für die meisten Patienten heute eine HIV-Infektion kein Todesurteil mehr, sondern eine gut behandelbare chronische Krankheit.

Der vfa engagiert sich auch für einen verantwortungsvollen Umgang jedes Einzelnen mit HIV und AIDS. Dies setzt voraus, dass Betroffene und Nicht-Betroffene über Risiken, Herausforderungen und das richtig Verhalten ausreichend informiert sind, um sich und andere schützen zu können.

Den Medien kommt bei dieser Informationsvermittlung eine Schlüsselrolle zu. Deshalb unterstützt der vfa gemeinsam mit dem Unternehmen Gilead die Verleihung des Medienpreises der Deutschen AIDS-Stiftung.

Gegründet 1987 in den USA, ist das biopharmazeutische Unternehmen Gilead Sciences bis heute führend in der Entwicklung antiretroviraler Therapien gegen HIV/AIDS. Durch neue Medikamente konnte die HIV-Infektion von einer oft tödlichen in eine für viele Betroffene chronische, gut behandelbare Krankheit gewandelt werden. Im Vergleich zu den ersten HIV-Medikamenten sind die Therapien heute sicherer, wirksamer und verträglicher und erlauben es vielen Menschen mit HIV, länger gesund zu leben oder gesund alt zu werden. Das Ziel der Wissenschaftler von Gilead Sciences heißt Heilung. Dazu wird an verschiedenen experimentellen Wirkstoffen gearbeitet, um die Eliminierung von HI-Viren in den Zellen zu erreichen.

Für Gilead Sciences geht der Kampf gegen die Krankheit über die medizinische Entwicklung hinaus. Das Unternehmen engagiert sich weltweit in Aufklärungskampagnen, um Stigmatisierung zu bekämpfen, Versorgungs- und Wissenslücken zu schließen und die Prävention zu fördern. Das Ziel lautet, dass Menschen nicht nur das Risiko einer Ansteckung kennen, sondern sich auch testen lassen: Nur wer seinen Status kennt, kann auch behandelt werden. Deshalb arbeitet Gilead Sciences mit Partnern daran, das Erreichen der Ziele der Weltgesundheitsorganisation (90-90-90) zu unterstützen.

Gilead Sciences ist davon überzeugt, dass alle Menschen, die Medikamente benötigen, auch Zugang zu ihnen haben sollten – unabhängig davon, wo sie leben und wie arm oder reich sie sind. Das Unternehmen arbeitet überall in der Welt mit Partnern zusammen, um die größten gesundheitlichen Herausforderungen zu bekämpfen. Die Unterstützungsprogramme finanzieren Tausende von Non-Profit-Organisationen, die aus Sicht des Unternehmens von entscheidender Bedeutung sind, um die globale HIV-Epidemie eines Tages beenden zu können.

Neben HIV-Präparaten verfügt Gilead Sciences über ein breites Portfolio an innovativen Medikamenten vor allem zur Bekämpfung von Hepatitis B und C. Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung sind außerdem Hämatologie und Onkologie (Zelltherapien), Erkrankungen der Leber, Entzündungserkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, sowie Wirkstoffkandidaten gegen das Ebola- und Zika-Virus.

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